Manchmal braucht es keinen großen Konferenzsaal, um über europäische Projekte, gesellschaftliche Fragen und neue Ideen ins Gespräch zu kommen. Es braucht vor allem einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Genau das war unser Ziel mit unserem Community-Event „Gather Together: Gemeinschaft wirkt!“, das wir vergangene Woche im TOP-Lokal organisiert haben.
Ein passender Ort für gelebte Wirkung
Mit dem TOP-Lokal hatten wir für diesen Abend einen Ort gewählt, der selbst für gesellschaftliche Wirkung steht. Als sozialökonomischer Betrieb verbindet das Lokal Qualifizierung, Praxiserfahrung und individuelle Begleitung und eröffnet Menschen neue Perspektiven. Damit bildete es den idealen Rahmen für einen Abend, an dem genau diese Themen im Mittelpunkt standen: Chancen schaffen, Teilhabe stärken und Brücken zwischen Menschen bauen.
Mit „Gather Together“ wollten wir unsere Community-Projekte nicht einfach nur präsentieren. Wir wollten erklären, woran wir arbeiten, warum diese Themen wichtig sind und was sie mit dem Alltag von Menschen zu tun haben. Vor allem aber wollten wir zuhören. Denn Projekte rund um soziale Verantwortung, digitale Teilhabe, neue Arbeitsformen oder nachhaltige Regionalentwicklung entfalten ihre Wirkung erst dann wirklich, wenn sie mit den Erfahrungen, Fragen und Bedürfnissen von Menschen verbunden werden.
Projekte, die Gemeinschaft in Europa stärken
Im Zentrum des Abends standen unsere EU-Projekte, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln zeigen, wie Gemeinschaft wirken kann.
Mit SIM arbeiten wir daran, ein neues Berufsprofil für Fachkräfte zu entwickeln, die Unternehmen dabei unterstützen, soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit konkret umzusetzen. Das Projekt stärkt die Verbindung zwischen gesellschaftlichen Bedürfnissen und unternehmerischem Handeln und trägt dazu bei, soziale Innovation gezielt zu fördern.
DIGINEXT beschäftigt sich mit digitaler Inklusion in ländlichen Regionen Europas. Im Fokus stehen insbesondere Senior:innen und Erwachsene mit geringen digitalen Vorkenntnissen, die darin unterstützt werden, digitale Werkzeuge sicher und selbstständig zu nutzen. Gleichzeitig stärkt das Projekt lokale Akteur:innen mit praxisnahen Materialien und Weiterbildungsangeboten.
Mit RE-WORK greifen wir die Veränderungen der Arbeitswelt auf. Das Projekt beschäftigt sich mit neuen Formen der Zusammenarbeit und der Frage, wie Gemeinschaft, Flexibilität und faire Arbeitsbedingungen stärker in die Arbeitswelt der Zukunft integriert werden können. Dafür entstehen praxisnahe Ressourcen für Berufsbildungsanbieter:innen und Trainer:innen.
EXTOR haben wir ebenfalls erwähnt, weil auch dieses Projekt sehr gut zum Thema des Abends passt. EXTOR fördert die nachhaltige Entwicklung des Tourismus in ländlichen Regionen, entwickelt dafür Lernangebote und macht gute Praxisbeispiele sichtbar. Damit ergänzt es unsere anderen Community-Projekte um eine weitere wichtige Dimension: die Frage, wie regionale Entwicklung nachhaltig und gemeinsam gestaltet werden kann.
Kunst und Kultur als verbindende Elemente
Ein besonderes Highlight des Abends war das kulturelle Programm, das die Themen der Veranstaltung auf eindrucksvolle Weise aufgegriffen hat.
Memo brachte mit ihrem Poetry Slam starke, persönliche und gesellschaftlich relevante Perspektiven auf die Bühne. In ihren Texten setzte sie sich mit Diskriminierung, Rassismus im Alltag und Ungerechtigkeit auseinander — klar, einfühlsam und direkt. Ihre Worte regten zum Nachdenken an, schufen Nähe und machten deutlich, wie Kunst Brücken schlagen und Vorurteile abbauen kann.
Musikalisch begleitet wurde der Abend von ams (Anna-Maria Schnabl). Mit ihren Songs im österreichischen Dialekt schuf sie eine besondere Atmosphäre und verlieh dem Abend einen berührenden, persönlichen Klang. Ihre musikalische Präsenz machte den Community-Abend zu einer bereichernden Erfahrung.
Begegnung auf Augenhöhe
Neben den Projektvorstellungen und künstlerischen Beiträgen war es vor allem die offene Atmosphäre, die den Abend geprägt hat. Beim Buffet und in Gesprächen entstand Raum für Vernetzung, für neue Ideen und für den Austausch über gemeinsame Herausforderungen und Ziele.
Was wir von diesem Abend mitnehmen? Gemeinschaft entsteht nicht von selbst. Sie braucht Räume, Gelegenheiten und die Bereitschaft, einander zuzuhören. Genau das wollten wir mit „Gather Together“ schaffen. Wir sind dankbar für alle, die dabei waren, mitgedacht, mitdiskutiert und mitgestaltet haben. Und wir nehmen viele Eindrücke und Gespräche mit, die uns in unserer Arbeit weiter begleiten werden.
Wir danken allen Besucher:innen, Mitwirkenden und Unterstützer:innen, die diesen Abend mitgestaltet haben. Besonders danken wir Memo und ams für ihre eindrucksvollen Beiträge sowie dem TOP-Lokal für den passenden Rahmen und die gastfreundliche Atmosphäre.
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